Schwitzen auf der Kopfhaut

Schwitzen an der Kopfhaut, Hals und Nacken

Ein übermäßiges und krankhaftes Schwitzen auf dem Kopf wird als Hyperhidrosis craneales bezeichnet. Besonders die Kopfhaut neigt zu einer vermehrten Schweißproduktion.

Begünstigt wird das durch das volle Haar, denn es wird dadurch die Luftzirkulation gehemmt und der Schweißfluss wird verstärkt. Die Folge ist, dass das Haar durchfeuchtet ist und sehr schnell trotz genügender Pflege matt und stumpf wird.

Dadurch tritt natürlich auch das Problem auf, dass Frisuren nicht lange halten. Besonders Frauen leiden unter dieses Problem, weil auch Haarfestiger und Haarsprays nur kurze Zeit helfen.

Auch bildet die feuchtwarme und durchweichte Kopfhaut einen Nährboden für Bakterien und Hautpilzen. Es bilden sich Kopfschuppen. Die Haare können einen unangenehmen „schafsbockartigen“ Geruch annehmen.

Im Sommer können bei kurzhaarigen Köpfen und Glatzen sich Schweißperlen bilden, doch diese entstehen meistens durch eine ungeschützte Sonneneinstrahlung. Es entstehen dabei sehr hohe Temperaturen und diese sind gesundheitsgefährdend (Sonnenstich).

Das Gehirn erhöht automatisch die Schweißproduktion auf der Kopfhaut, damit der Kopf kühl bleibt. Eine Abhilfe kann geschaffen werden, in dem Hüte und Mützen aus atmungsaktiven Stoffen aufgesetzt werden. Sehr gut ist ein Hut aus geflochtenem Bast (Panama-Hut), dieser lässt genug Luft durch und schützt vor Sonneneinstrahlung, aber die Verdunstung des natürlichen Schweißes wird nicht behindert.

Was kann man gegen das Schwitzen der Kopfhaut machen ?

Die Kopfhaut ist sehr empfindlich, so dass man nur sanfte Antitransparente verwenden sollte. Allerdings ist die Anwendung dieser Antitransparente sehr schwierig. Sie helfen nur, wenn sie direkt auf der Kopfhaut einmassiert wird und nicht in die Haare. Mit viel Ausdauer und Mühe erreicht man aber, dass man doch eine große Fläche der Kopfhaut mit diesen Antitransparent einmassiert bekommt. Am Besten ist es , wenn man eine Tropfflasche benutzt. Damit kann man einen Tropfen auf die Fingerkuppe tropfen und dann wird das Mittel mit dem Finger einmassiert.

Sollte das Mittel in einer normalen Flasche sein, ist es ratsam, es in eine Flasche mit einer spitzen Tropftülle umzufüllen. In Geschäften für Friseurbedarf kann man diese Flaschen erhalten.

Doch beim Auftragen des Mittels auf die Kopfhaut muss man auch vorsichtig sein. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass von dem Mittel nichts in die Augen, Nase und Mund läuft.

Auch müssen die Haare bei der Anwendung trocken sein. Es kann sonst vorkommen, dass das Antitransparent in Verbindung mit Feuchtigkeit und Schmutz die Haut reizen kann.

Sollten die Haare getönt oder gefärbt sein oder bei bestimmten Naturtönen (rote Haare) kann die Anwendung eines Antitransparents zu Bleicheffekten der Haare führen. Das Beste ist, wenn man sich vor der Anwendung des Mittels beim Hersteller erkundigt oder an einer unauffälligen Stelle das Mittel ausprobiert.

Beim Schwitzen an Hals und Nacken ist auf eine Bekleidung aus atmungsaktiven Materialien zu achten. Auch sollte die Kleidung locker getragen werden, damit eine gute Luftzirkulation vorhanden ist.

Dann gibt es Antitransparente, die man abends vor dem Schlafengehen auf Hals und Nacken aufträgt. Sie entziehen nachts den Schweiß, stören nicht weiter und die Kleidung wird nicht verfärbt. Morgens kann dann das normale Duschen erfolgen.