Behandlung

Es gibt doch schon wirksame Methoden, so dass man das Leiden mit den Schweißhänden in den Griff bekommen kann, angefangen von Cremes, Tinkturen, Pudern, Pillen, Kräuterbehandlungen, Akupunktur, Ionophorese  und Injektionen.

1. Hausmittel gegen Schweißhände

  • Salbei – ist als Heilpflanze bekannt, auch der Gartensalbei senkt die Schweißproduktion. Morgens und abends eine Tasse Salbei-Tee trinken. Es soll dadurch die Schweißproduktion gesenkt werden.
  • Franzbranntwein – damit morgens, mittags und abends die schwitzenden Handinnenflächen einreiben. Auch das soll die Schweißproduktion mindern.
  • Eichenrinden-Sud – kann gegen verschwitzte Hände benutzt werden. Dazu wird ein Sud aus 1 Kg Eichenrinde und 3 Liter Wasser hergestellt. Der Sud wird aufgekocht und dann eine halbe Stunde kochen lassen. Danach wird der Sud durch ein Sieb gegossen und darin dann die Hände abends baden. Am Besten wirkt ein frisch gekochter Sud.

2.Salben/Tinkturen

Bei einer leichten Form von schwitzenden Händen kann der Hautarzt Salben oder Tinkturen verordnen, die eine Minderung der Schweißproduktion bewirken. Jedoch ist diese Minderung allerdings zeitlich begrenzt.

3. Iontophorese

Die Ionotophorese wird schon über viele Jahre erfolgreich bei übermäßigem Schwitzen an Händen, Füßen und Achselhöhlen eingesetzt. Es handelt sich hierbei um ein physikalisches Behandlungsverfahren. Die Therapie mit Strom wird besonders bei übermäßigem Schwitzen an den Händen und Füßen eingesetzt. Nachweisbare Erfolge sind zu verzeichnen.

Durch den elektrischen Strom werden Ionen in die Haut eingeschleust. Ein für den Körper ungefährlicher Strom fließt über Elektroden durch das Wasser hindurch zu dem behandelndem Körperteil.

Es sollten 3-5 Sitzungen  in der Woche erfolgen. Eine Sitzung dauert ca. 15 Minuten.

Sympathektomie

Die Symphatektomie ist die effektivste Behandlungsmethode zur Bekämpfung von Schweißhänden- und Füßen.

Es handelt sich hierbei aber um eine Operation, bei der es auch zu Komplikationen kommen kann. Es wird der Sympathikus unter Narkose durchtrennt.

Doch bei  dieser Methode kann es sein, dass nach einigen Wochen eine Verlagerung der Hyperhidrose (starkes Schwitzen) vorkommen kann. Die Hände bleiben trocken, aber es tritt ein übermäßiges Schwitzen am Körper ein.

Behandlung mit Botox

Seit einiger Zeit wird auch als Behandlungsmethode gegen starkes Schwitzen an Händen und Füßen das Nervengift Botulinumtoxin eingesetzt. Es wird über viele kleine Einstiche in die Handflächen eingespritzt und lähmt die Nervenstimulation der Schweißdrüsen. Im Durchschnitt hält die Behandlung ein halbes Jahr und muss dann wiederholt werden.

Wer diese Behandlungsform wählt, muss sich auf Schmerzen einstellen. Denn gerade die Handflächen sind mit vielen Nervenbahnen durchzogen.

Wer zu starker Schweißbildung neigt, sollte auf Kaffee, Tee, Alkohol und ganz besonders auf scharf gewürzte Speisen verzichten, denn all dies regt die Schweißbildung an.